S C H L A G L O C H
ERNTE . ZEIT

An einem sonnigem Oktobernachmittag am Gailufer bei Müllnern sitzen und auf das fließende Wasser schauen, auf den Widerstand den die Felsblöcke dem Wasser bieten, bis das Wasser unbeschadet an den Seiten vorbeifließt. Auf der anderen Uferseite verläuft der Fahrradweg und viele fahren der Gesundheit nach. Die Ameisen vergraben sich im Sand, ein Käfer krabbelt über ein Stück Holz. Auf der Autobahnbrücke, welche das Tal und die Gail überquert, fließt der Autoverkehr auf vier Fahrstreifen. Aus der Nase fließt der Schleim, der Druck in den Stirnnebenhöhlen lässt nach. Der Körper befreit sich von den Krankheitserregern.
 
Im Kopf beginnen die Gedanken zu fließen, in welche Richtung sie fließen werden und wie stark der Gedankenfluss sein wird ist unbestimmt. Entspringt der  Gedankenfluss einer klaren Quelle oder ist die Quelle durch Sprengungen getrübt. Kommt man in der Tiefe der eigenen Quelle zu neuen Erkenntnissen oder wird das Wasser immer trüber. Will man aus seiner eigenen Quelle trinken oder bevorzugt man die  Quelle die verspricht, wer aus mir trinkt wird ewig leben. Der Mensch strebt nach Glück und wird zu der Quelle gehen, die ihn glücklich macht.
 
Das Glück ist ein Vogel.  
15.10.07 12:32
 
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