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ROTER . TEPPICH
Im Mittelalter sicherten sich die Städte durch die Errichtung von Stadtmauern vor Überfällen aus dem Umland ab. Die Innenstadt war meistens nur durch zwei oder auch mehrere gutbewachte Stadttore erreichbar. So konnte der Personenverkehr kontrolliert werden und vom Warenverkehr wurden Mautgebühren eingehoben. Die Stadttore an den Einfallstrassen bilden heute bei allen größeren Städten die Möbelhäuser, die Baumärkte, Elektrocenter, die Sportmärkte und die Mega-Lebensmittelmärkte. Die anstürmende Bevölkerung aus den Tälern wird am Stadtrand zum Einkaufen abgefangen. Hatte man früher Zölle an den Stadttoren eingehoben, so öffnen heute die Durchreisenden freiwillig ihre Brieftaschen. Dazu ist keine Gewalt nötig. Eine neuer Trend bei der Errichtung von Einkaufskathedralen ist, diese inmitten der historischen Altstadt zu errichten. So soll das Ambiente der Altstadt den nüchternen Einkaufsalltag verschönern. Die Betreiber von solchen Shoppingcenter bezeichnen sich gerne als Revitalisierer der Innenstädte und als Frequenzbringer für die kleineren Handelsbetriebe. So haben Innenstadtkaufleute schon versucht mit einem roten Teppich die Kundschaft von den Shoppincenter in die Altstadtgassen zu locken. Der rote Teppich wurde kaum in Anspruch genommen. Die Schaufenster der Altstadtläden bilden die schöne, kostenlose Kulisse für den Auftritt der Geschäfte im Einkaufszentrum. Das Geschehen, sprich Geschäft, spielt sich im Shoppingcenter ab. Bitte einen roten Teppich. |
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