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HEIMAT . ERDE

Heimaterde, ein schmerzliches Wort, ein grausames Wort, ein verbrauchtes Wort, ein missbrauchtes Wort, ein hoffnungsfrohes Wort, ein unbekanntes Wort, ein vergessenes Wort. „Die Heimaterde sei dir leicht“, ist oft der letzte Satz, wenn der Sarg im Grab versenkt wird. „Zur Verteidigung der Heimaterde“ sind schon Millionen von Menschen in den Tod geschickt worden. „Bald wird man die Heimaterde betreten“ hat schon Vielen Hoffnung und neue Kraft gegeben. „Von der Heimaterde Abschied nehmen“, die Heimaterde zu verkaufen oder noch schlimmer, von der Heimaterde vertrieben zu werden stürzt viele Menschen in Elend und Not.
 
Noch einmal schreitet der Bauer über den eigenen Grund, dabei zählt nicht der Geldwert des Boden, dabei zählt allein das Gefühl der eigene Herr zu sein. Der eigene Grund erinnert an die Kindheit, er ist das Heimatgefühl, ihn zu verkaufen, zu verlassen ist schmerzhaft. Es ist der Abschied von der Kindheit, es bedeutet die Erste, die einzige Heimat zu verlieren. Das Verlassen sein beginnt schon mit dem Tod von Vater und Mutter. In der Jugend verlässt man die Heimat um in der Fremde Erfolg zu haben, um anerkannt zu werden. Wenn aber die Brücken zur Heimat einstürzen oder abbrechen, dann erscheint die Heimat als wertvoll. Noch einmal schreitet der Bauer über den eigenen Grund, Heimat zu verkaufen, um woanders eine neue Heimat aufzubauen.
 
An der Heimat vorbeifahren.      
 
 
 
11.2.06 08:04
 
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