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BAHN . FAHRT

Ist man über fünfzig und surft im Internet oder veröffentlicht selbst Texte im Internet, dann stellt sich manchmal die Frage, wie real ist diese Welt. In der Jugendzeit wurden wir vor jedem Kinobesuch darauf aufmerksam gemacht, dass die Handlungen im Kino nur gespielt und frei erfunden sind, dies galt auch für die Fernsehfilme. Im Fernsehen begannen sich die Konturen zwischen Fantasie und Wirklichkeit zu vermischen, weil die Nachrichtenbilder oder die Bilder  bei Reportagen aus fernen Ländern beanspruchten den Wahrheitsgehalt. Manchmal waren die gezeigten Bilder oder Situationen für uns, weil sie stark von unseren Alltagserfahrungen abweichten, kaum vorstellbar. Heute sind die Bilder bei den Nachrichtensendungen manchmal so schrecklich und grausam, dass man sich wünscht, sie wären frei erfunden. Als real galt damals, was man selbst gesehen oder anfassen konnte. Die Fernsehfilme haben heute oft schlimme Folgen, wenn die Jugendlichen untereinander oder gegenüber älteren Menschen ebenso brutal vorgehen, wie sie es in einem Film gesehen haben. Manchmal führt dies zu  tödlichen Verletzungen.
 
Ein Jugendlicher wird heute in keinem Fahrplan mehr blättern, höchstens im Internet. Die Zugsverbindungen sind online abrufbar.
 

Die virtuelle Bahnfahrt.

29.3.07 12:39
 
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