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SCHNEE . LOS
Bezeichnete man die vergangenen Winter als schneearme Winter, so muss man dieses Jahr von einem schneelosen Winter sprechen. Mit einer Suchanfrage bei Google, „gibt es im Februar 2007 Schnee“, ist ein Internetsurfer auf mein Blog verwiesen worden, aber dies können meine Einträge auch nicht beantworten. Jetzt, im Januar, hat es in Kärnten seit vierzehn Tagen Mittagstemperaturen von bis zu 15 Grad plus und in den Tälern hat es diesen Winter noch keinen Schnee gegeben. Manche Felder werden grün und an den sonnigen Orten beginnen die Gänseblümchen und die Stiefmütterchen zu blühen, die Palmkätzchen treiben aus und die Sträucher setzen Knospen an. So ist es möglich auf der Sonnseite des Drautal zum Dabernig zu spazieren. Die Türen zum Stall sind halboffen, die Fenster ungeputzt, kein Laut kommt aus dem Innerem und hinter dem Stall gibt es keinen frischen Mist mehr. Die Fenster im Bauernhaus bleiben dunkel, man starrt in die Finsternis. Die bewohnten Häuser der Sonnseite haben sich talwärts bewegt, näher zur Bundesstrasse. Das Wasser der Drau schimmert metallicblau. Die Häuser in Draunähe stehen leer. Viele Frauen hat die Drau an ihr Ufer gelockt und dann in ihren Fluten begraben. Auf den steilen, schneelosen Hängen kommt mit Einbruch der Dunkelheit der Nebel, etwas Licht kommt von den Straßenlaternen herauf. Von allen Seiten rücken die Häuser näher zur Bundesstrasse um der sozialen Kälte zu wiederstehen und der Mindestsicherung zu entgehen. Nach Hause kommen. |
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