S C H L A G L O C H
PAULO . COELHO

In einem Interview  in der Zeitung „Der Standard“ sagte Paul Coelho: „ Das Internet ist heute das mächtigste Instrument, um Informationen untereinander auszutauschen und die Menschen miteinander zu verbinden. Das Leben eines Autors kann manchmal sehr einsam sein, über das Internet bin ich meinen Lesern nahe und sie mir. „
Paul Coehlo, dessen Bücher für viele Menschen ein spiritueller Ratgeber sind, stellt in diesem Interview das Internet als segensreiche Erfindung bzw. Einrichtung dar. Zum Internet gibt es auch gegenteilige Meinungen und Beispiele. Gerne wird erzählt wie viele Ehen im Ort durch das Internet zerstört wurden, weil der Ehemann auf der Partnerbörse gesurft hat, jemanden im Internet kennen gelernt hat und dann Hals über Kopf die Frau und die Kinder verlassen hat. Dieses Beispiel gibt es auch mit Ehefrau verlässt Ehemann. Ohne das Internet hätte es diese Möglichkeit nicht gegeben. Manche sprechen davon, dass über das Internet viele Gewaltszenen und Sexszenen verbreitet werden und die Jugendlichen zu Gewalttaten verführt werden. Andere sehen im Surfen im Internet den Grund dafür, dass viele Menschen in allen Altersgruppen vereinsamen, die Kontakte zu den nächsten Menschen abbrechen, nur mehr in der virtuellen Welt leben.
 
Für mich ergibt sich die Situation, dass beide Recht haben, aber wie bei allen technischen Entwicklungen und Erfindungen kommt es auf den richtigen Umgang mit der Erfindung an. Die am weitesten verbreitete technische Erfindung, das Auto, hat durch falschen Einsatz schon unzählige Leben ausgelöscht und Familien zerstört. Als Suchtmittel birgt der Alkohol weit mehr Gefahren in sich, als das Internet. Wichtig ist der richtige Umgang mit den Medien.
 
Manche Warnrufe über die Gefahren des Internet erinnern mich an die Warnungen meiner Mutter, als in den sechziger Jahren in Österreich das Radioprogramm Ö3  (Popsender)  gestartet wurde. „Diese verrückte Musik“, sagte die Mutter, „werde den Radioapparat kaputt machen und das Gehirn zerstören“. Der Radioapparat funktioniert noch heute und die Musik hat das Denken verändert.
 
Einsam oder gemeinsam.      
 
3.1.07 17:59
 
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